Unser Trabant 1.1 Tramp

Die Geschichte unseres Tramps

Unser 1.1 er Tramp flog uns im Jahr 2004 zu. Ein Anwalt in Dresden hatte ihn zum Verkauf angeboten. Aus erster Hand und rostfrei. Das Verdeck war nicht mehr das originale (die Qualität war einfach zu miserabel), aber dafür aus hochwertigem Sonnenland-Verdeckstoff nachgefertigt.
Über die Farbe Pink mag manch einer die Nase rümpfen. Viele kennen den Tramp oder Kübel halt nur in weiß oder NVA-grün.
Aber genau dieses Pink spiegelt den Zeitgeist der frühen 90er wieder. Es war eben die Zeit der poppig knalligen Farben. Und auch die (mittlerweile) Sachsenring GmbH versuchte zu retten was zu retten ging. Daher purzelten die ehemaligen Kübel nun als farbenfrohe FUN-Fahrzeuge vom Band. Lieferbar war 1990/1991: schwarz, rot, gelb, Olympiablau, pink und natürlich auch Togaweiß. Der Neupreis eines Tramp mit Nebelscheinwerfer und Anhängezugvorrichtung betrug 1991 über 13.000 DM. Da ja bekannterweise die Treuhand aufgrund der Absatzprobleme im April 1991 die Produktion des Trabi stoppen ließ, wurden nur 496 Tramp 1.1 gebaut. Erkennbar sind die echten Tramp an einer Produktionsnummer und dem Geschäftsjahr auf dem linken Radkasten im Motorraum. Unserer ist die Nummer 175 aus dem Geschäftsjahr 1991. Dieser Aspekt ist wichtig, da einige findige Leute einen Universal zum Tramp umbauen. Aufgrund der geringen Stückzahlen erzielt ein originaler Tramp heute den Neupreis von damals...


Mit neuen Felgen

Wir dachten uns, unser Tramp hätte sich ein paar neue Schuhe gut verdient. Also haben wir ihn mit den damals auch erhältlichen Felgen der Marke Borbet ausgestattet. Man könnte meinen, dass sich nach der Montierung ein kleines Lächeln auf seinem Kühlergrill breitgemacht hat...



Man sagt: Trabant Fahrer sind die Härtesten. Das trifft für das Fahren im Tramp besonders zu. Es gibt kaum Fahrzeuge, die ähnlich kompromisslos offen sind. Vergleichbar ist eigentlich nur der Mehari von Citroen (links) oder der gute alte Willys (rechts).